Ernährung & Haut

In unserem Körper tummeln sich über 100 Billionen Bakterien. Mikrobiologische Präparate mit lebensfähigen, gesundheitsfördernden Bakterien helfen den Schleimhäuten – im Darm, an den Atemwegen und im Intimbereich – unsere Abwehrkräfte zu regulieren und unser Immunsystem zu stärken. Unsere Bakterienbesiedlung wird aber z.B. auch durch zu viel industriell gefertigte Nahrung, unsere genetische Veranlagung oder fehlendes Wissen beeinflusst und das führt dazu, dass wir Nährstoffe, die unsere Haut benötigt, über die Nahrung gar nicht aufnehmen können oder Unverträglichkeiten oder Intoleranzen entwickeln.

Zucker, Fructose, Histamin, Sorbit, Laktose … Sie werden schnell zum Feind. Was ist, wenn wir denken, wir tun unserer Haut etwas Gutes, indem wir ihr vermeintlich gesunde Nahrungsmittel zufügen und dann herausfinden, dass dies eigentlich nur unsere Pickel verstärkt? Ist die Lösung also eine Ernährungsumstellung für eine bessere Haut? Leider kommen auch die Nährstoffe unserer Nahrung nur in Bruchteilen in der Haut an, deshalb ist gesunde Ernährung umso wichtiger. Das heißt natürlich nicht, wir dürfen nie wieder ein Stück Schoko essen und müssen unsere gesamte Ernährung umstellen, aber es lohnt sich, seine Ernährungsgewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen, denn oft können kleine Umstellungen oder Irrglauben Großes bewirken. Vielleicht fehlt Ihnen nur Magnesium. Das kann sich dadurch zeigen, dass Sie sich schlapp fühlen, morgens schwer aus dem Bett kommen und Ihre Akne schlimmer wird. Das Problem ist, dass falsche Informationen zu schlimmeren Beschwerden führen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien können oft ähnliche Beschwerden haben, jedoch haben sie ganz andere Ursachen. Bei Allergien lösen die bestimmten Stoffe eine Überreaktion im Immunsystem aus und können eine reale Gefahr für den Körper sein. Bei einer Intoleranz fehlen dem Körper lediglich Enzyme, die für die Aufspaltung der Stoffe verantwortlich sind. Intoleranzen können durch Diagnose und Therapie behandelt und aufgelöst werden. Fest steht, dass Ernährung und Hautunreinheiten zusammenhängen und Sie gesunde Ernährung gegen Hautalterung und für ein besseres Wohlbefinden nutzen können.

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Wenn dem Körper bestimmte Enzyme oder Transportproteine fehlen, kann es zu Nahrungsmittelintoleranzen kommen. Dann können die Bestandteile von Lebensmittel wie Lactose oder Fructose nicht mehr in die jeweiligen Bestandteile zerlegt werden und es können allergieähnliche Symptome auftreten. Es gibt jedoch Entwarnung: Da keine Antikörper an der Nahrungsmittelreaktion beteiligt sind, wird es nicht lebensbedrohlich wie bei einem Allergieschock. Immer mehr Menschen können auch Histamin, wie in Rotwein oder reifem Käse enthalten ist, in größeren Mengen nicht mehr vertragen, da ihr Darm entzündet oder gereizt ist. Geschmacksverstärker in Fertigprodukten können Reaktionen auslösen, die Allergien ähneln und von Ärzten gern also Pseudoallergie bezeichnet werden.

Welche Beschwerden sind bei Nahrungsmittelintoleranzen typisch? Blähungen, Durchfall, Müdigkeit, Verstopfung, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe

Wie wird eine Nahrungsmittelintoleranz diagnostiziert? Die Vermeidungsdiät ist eine zwar einfache, aber eher unsichere Diagnosemöglichkeit. Wir raten deshalb zu einer ärztlichen Abklärung (Hausarzt, Gastroenterologe).

Was tun bei Nahrungsmittelintoleranz? Das ganzheitliche Therapiekonzept

Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben zwar sehr unterschiedliche Auslöser. Dennoch gibt es ein grundsätzliches Schema, mit dem man die Nahrungsmittelunverträglichkeit sehr gut in den Griff bekommen kann.

  1. Diät (Ernährungsumstellung)
  2. Angeschlagene Darmflora mit Darmbakterien unterstützen
  3. Verträglichkeit von Nahrungsmitteln mit Enzympräparaten verbessern

Bitte machen Sie das nicht alleine. Wie genau das funktioniert und worauf Sie achten müssen, besprechen wir gern mit Ihnen in unserer Beratung.

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Milchzucker (Laktose) bereitet vielen Menschen ebenfalls Probleme. Viele Menschen leiden auch an einer Intoleranz ohne es zu wissen.

Die Evolution hat nach der Muttermilch für uns eigentlich keine weitere Aufnahme von Milch vorgesehen, weshalb viele Menschen Probleme mit Milch & Co. haben. Wenn der Milchzucker also im Darm nicht aufgespalten wird, weil ein Enzym – die Laktase – fehlt, kann der unverdaute Milchzucker in tiefere Darmabschnitte vordringen und Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen verursachen. Unsere gesunden Darmbewohner kümmern sich auch um die Verdauung von Laktose. Schaffen es die vorhandenen Enzyme des Dünndarms nicht, den Milchzucker zu spalten, übernehmen probiotische Bakterien wie Bifidobakterien und Lactococcen diese Aufgabe. Sie schaffen es jedoch nicht die Laktose zu verstoffwechseln, weshalb oft Blähungen und Durchfall entstehen.

Oft nehmen wir heute auch Milchzucker und Molke zu uns, ohne es zu wissen, denn Milchpulver dient in vielen Fertiglebensmitteln, Schokolade und Co. als Geschmacksverstärker.

Vermuten Sie an einer Intoleranz zu leiden, achten Sie besonders auf folgende Lebensmittel:

  • Milch, Milchspeiseeis
  • Schokolade, Nougaterzeugnisse
  • Fertiggerichte und Fertigmischungen (z. B. Backmischungen)
  • Viele Wurst- und Fleischwaren (z. B. Leberwurst)
  • Brot (meist helle Sorten)
  • ggf. Gewürzmischungen

Keine Probleme haben Sie bei mäßigem Konsum von Soja- und Reisdrinks, „Mandelmilch“ und Kokosmilch.

Geringe Mengen Milchzucker sind z. B. enthalten in…

  • Limburger, Münsterkäse, Weinkäse
  • Schafskäse, Mozzarella
  • Butterkäse, Esrom, mittelalter Gouda

Milchprodukte einfach weglassen? Ein hundertprozentiger Test, ob Sie an einer Laktoseintoleranz leiden, bringt nur ein Test. Aber Sie können natürlich einen Selbsttest durchführen. Bekommen Sie manchmal auch erst einige Stunden nach dem Verzehr von Milch- oder Fertigprodukten Blähungen, Durchfall oder Übelkeit? Wenn ja, gehen Sie bitte zum Arzt! Stellt der Arzt einen Enzymmangel an Laktase fest, müssen Sie meist nicht ganz auf Milchprodukte verzichten. Oft reicht es, wenn Sie ein Verdauungsenzym vor jedem Essen mit Milchzucker zu sich nehmen, damit Sie Lactase vorrätig haben, wenn es gebraucht wird. Da für viele Menschen auch Eiweißproteine belastend sein können, empfiehlt sich eine Kombi aus Proteasen mit Laktase.

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Sie leiden an einer Glutenintoleranz?

Dann sollten Sie folgende Ernährungswegweiser beachten:

  • Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Reis, Mais und Hirse anstatt Getreide
  • Möglichst naturbelassene Lebensmittel konsumieren
  • 100 % glutenfreie Lebensmittel (Kennzeichnung beachten) bevorzugen
  • Keine konventionellen Fertigprodukte

Verzichten Sie auf:

  • Roggen, Weizen, Dinkel, Grünkern
  • Bier, Likör
  • handelsübliche Backwaren, die nicht mit „glutenfrei“ gekennzeichnet sind
  • Joghurt mit Müsli

Große Vorsicht ist bei verstecktem Gluten geboten! Gluten ist ein hervorragender Trägerstoff und muss aktuell noch nicht in der Zutatenliste angegeben werden. Seien Sie also besonders vorsichtig beim Konsum von Wurst- und Fertigwaren. Symptome der Glutenunverträglichkeit:

  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und Antriebsschwäche
  • Misslaunigkeit und Reizbarkeit
  • Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • vorgewölbter Bauch
  • Knochen- und Muskelschmerzen
  • Blässe

Wenn eines oder mehrere der oben genannten Symptome nach dem Verzehr von Brot, Kuchen, Pasta oder Fertigprodukten auf Sie zutrifft, empfiehlt es sich, auf Gluten für mehrere Wochen zu verzichten und zu beobachten, inwieweit sich Ihre Beschwerden verbessern. Hundertprozentige Gewissheit liefert eine Untersuchung bei einem Gastroenterologen. Egal, wie der Test ausfällt: Vermeiden Sie einige Zeit alles, was Gluten enthält und ersetzen Sie glutenhaltige Produkte einfach mit Hirse, Mais, Amarant, Buchweizen, Reis und Soja.

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Experten vermuten, dass 20-40 Prozent der Personen, die an Haut- und Darmproblemen leiden, eine Zuckerunverträglichkeit leiden und somit Fruktose und Sorbit schwer bis gar nicht vertragen. Fruktose (Fruchtzucker) ist aus industriell gefertigter Nahrung heutzutage leider nicht mehr wegzudenken, da sie ein hervorragender Geschmacksverstärker ist. Statt Sachharose (Haushaltszucker) wird in der industriellen Nahrungsmittelproduktion oft auf einen mit Fructose angereichertem Sirup aus Maisstärke zurückgegriffen oder Sorbit eingesetzt. Sorbit versteckt sich hinter der Bezeichnung E 420.Aber natürlich finden wir Sorbit auch in Früchten wie z.B. in Pflaumen, Vogelbeeren und Äpfeln. Haben Sie Probleme bei der Verdauung mit Fruchtzucker, sollten Sie deshalb auch Sorbit meiden.

Was passiert bei einer Zuckerunverträglichkeit?

Da der Dünndarm Zucker kaum aufnehmen kann, gelangt er über Transportsysteme in den Darm und so ins Blut. Wenn die Transportsysteme versagen, kommt es zur Fruktoseunverträglichkeit und der Zucker landet im Dickdarm, wo die Bakterien den Fruchtzucker verspeisen und vergären, wodurch Kohlendioxid entsteht. Die Folgen sind Blähungen, Bauchschmerzen, u.Ä. Eine nicht behandelte Zuckerunverträglichkeit kann zur Reizdarmsymptomatik führen. Ein Teufelskreis entsteht: Je mehr Zucker konsumiert wird, desto sensibler ist der Darm und Blähungen können die Schleimhautfalte zwischen Dünn- und Dickdarm soweit öffnen, dass Bakterien aus dem Dickdarm zurück in den Dünndarm kommen und das Bakterienmilieu noch mehr durcheinanderbringen. Eine Fehlbesiedlung führt zu weiteren Problemen und Entzündungen. Eine Fruktoseunverträglichkeit ist oft auf der Haut zu sehen. Betroffene leiden oft auch an Schlafproblemen oder an Depressionen.

Wer heute an dieser Unverträglichkeit leidet, steht vor einer großen Herausforderung, die passenden Nahrungsmittel zu finden.Vitality Synbiotic Griffonia kann hier besonders in der Anfangszeit lindernd wirken und die Ernährungsumstellung erleichtern. Greifen Sie hier unbedingt auf fachliche Beratung zurück. Egal, welche Unverträglichkeit Sie haben oder nicht, eine gesunde Darmflora ist Voraussetzung für Ihr Wohlbefinden.