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Mythen der Kinderkosmetik

4 Tipps für empfindliche Kinderhaut

Bereits als mein Sohn klein war, deutete sich an, dass er meine empfindliche Haut geerbt hatte. Was falsches gegessen, die Kleidung nur 2 und nicht 3x ausgespült, oder bei Oma nach dem Feuchttuch: Zack reagiert die Haut mit Rötungen oder trockenen schuppigen Stellen. Wäre ich nicht selber Hautexpertin, wäre ich wohl einem der zahlreichen Artikel zu diesem Thema auf den Leim gegangen. Und es wird viel Empfohlen – von Mami-Bloggerinnen, über Apothekenseiten bis hin zu Cremeherstellern gilt: viel Pflege hilft viel – es muss nur die „richtige“ sein. Auch die Hebammen empfehlen munter Öle eines bestimmten Herstellers ohne über mögliche Konsequenzen auf dem Immunorgan Haut bescheid zu wissen. Das fatale: Keiner von oben genannten kennt sich mit Inhaltstoffen in Kosmetik gut genug aus, um wirklich Produkte auf dem Markt empfehlen zu können – insbesondere, da Inhaltsstoffe sich ändern können. Was also hilft wirklich – ohne langfristig zu schaden?! Hier ein paar „pauschale“ Tricks aus meiner „Expertenkiste“:

1. Babyöle:
Dass Öl Kinderhaut gut tut, weiß jeder. Leider wird dabei nur nicht differenziert! Öl sollte immer mit reichlich Wasser vermischt werden, sonst trocknet es aus. Öle mit „Heilpflanzen“ & Co. gehören nicht auf die Kinderhaut: Allergiegefahr! Mineralöle sorgen für Hitzestau und dünnere Haut. Am besten ist noch immer hautidentisches Squalanöl gemischt mit viel Wasser.

2. konsequente Pflege:
Auf Kinderhaut gehört gar nichts! Maximal ein Tropfen hochwertiges hautidentisches Squalanöl. Tägliches Eincremen bringt die Haut im Aufbau durcheinander und sorgt langfristig für Störungen. Ich creme maximal punktuell kurzfristig für ein paar Tage, wenn bereits eine Reaktion vorhanden ist und behebe sofort die möglichen Ursachen! Und immer nur mit hautidentischen Cremes ohne jegliche Zusätze von Heilpflanzen.

3. Shampoo für empfindliche Kopfhaut:
Egal wie dreckig unsere Engel sind, bitte kein Shampoo verwenden in dem Sulfate (z.B. Sodium Laureth Sulfate…) enthalten sind! Auch Zuckertenside sind für unsere kleinen zu viel, wenn Ihr sie mehr als 1x im Monat nutzt. Erst in der Pubertät sollte ein mildes Shampoo ran. Am besten Betaine. Auf Duschgel am besten prinzipiell verzichten: viel zu Scharf!

4. Sonnenschutz für empfindliche Kinderhaut:
Sonnenschutz aus der Apotheke ist oft schlechter als sein Ruf, denn chemischer Lichtschutz wirkt meist hormonaktiv. Erst kürzlich hat Hawaii den chemischen LS verboten: Zu viele Fische & Korallen sterben dadurch. Nur an die „Träger“ denkt irgendwie keiner: Denn auch wir vergiften uns damit!

Der beste Sonnenschutz ist immer noch das korrekte Verhalten: Nie in die Mittagssonne, Babys & Kleinkinder nur im Schatten und langärmelige Kleidung. Allerdings ist das schlecht durchzuhalten, in einem Jahrhundertsommer wie diesem. Also muss doch auch mal gecremt werden. Aber bitte mit mineralischem Lichtschutz, da der chemische LS meist hormonaktiv wirkt. Und auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen: ohne Nanopartikel, ohne ätherische Öle, am besten mit ummanteltem Titaniumdioxid und gerne mit Freie-Radikale-Fängern wie Himbeersamenextrakt. Den Rest mit Sonnenhut und T-Shirt abdecken!