Pauschale Lösungen für Individuen – Hauttypen machen es möglich
Oktober 9, 2018

Wohlfühlhaut im Winter

Winterpflege mal anders

Was ist die richtige Pflege im Winter?

Der Winter steht an und damit ein Wechsel von kalt-feuchter Winter- und trocken-warmer Heizungsluft. Was ein gutes Immuntraining ist, wird zu einer Herausforderung für die Haut: Viele Kinder haben im Winter eine trockene bis „Reibeisenhaut“. Und Kinderhaut ist leichter zu irritieren. Falsche Reinigung & Pflege kann dazu führen, dass langfristige Hautprobleme geschaffen werden.

So sind Inhaltsstoffe wie Tenside/Sulfate generell zu scharf für die Reinigung der Haut und waschen den schützenden Säureschutzmantel sowie Teile unserer Hornzellen von der Haut. Wenn auf diese „brandgerodete“ Haut „stauende“ Cremes (z.B. mit Paraffinen, vielen natürlichen Ölen übereinander oder mit zu viel Glycerin) aufgetragen werden, trocknet die Haut langfristig aus. Viele Fette können von der Haut nicht mehr aufgenommen werden, sondern liegen nur oben drauf, wodurch sie ein Gefühl von prall gepflegter Haut vorgaukeln während in Wirklichkeit die Haut austrocknet, die Poren verstopfen und regenerative Prozesse ausgebremst werden. Langfristig führt dies zu noch trockenerer Haut – bis hin zu Verhornungsstörungen.

Aromatische Kohlenwasserstoffe verursachen möglicherweise Krebs

Für Ausflüge in Minus 0°C und drunter, eignet sich zwar gereinigte Vaseline (z.B. aus der Apotheke) als Kälteschutz, da sie weder Wasseranteile hat, die auf der Haut gefrieren noch Zusätze die Allergien auslösen. Doch sowie Sie wieder im Warmen sind, muss die Vaseline sofort vollständig runtergewaschen werden– sonst kommt es zum Hitzestau der Haut! Und da wären noch die MOAHs – aromatische Kohlenwasserstoffe – die im Verdacht stehen, Krebserregend zu sein und in vielen Mineralölhaltigen Cremes und vor allem in Lippenpflege stecken.

Glycerin in Pflegeprodukten fühlen sich gut an, entziehen der Haut aber – ab einer gewissen Konzentration – Wasser. Die Dosis macht das Gift! Das Ergebnis: Zuerst schön durchfeuchtete Haut, später trocknet alles aus! Und vermeiden Sie kurzfristige Lösungen, wie hochdosiertes (mehr als 3%) Urea, denn auch das bricht schlimmstenfalls die Corneo Lipide in Ihrer Haut auf, was zu Schuppenbildung und Trockenheit führt.

Alles was schäumt sollten Sie 70% verdünnen, bei der Pflege auf Paraffine und Naturkosmetik mit vielen verschiedenen Ölen und Heilpflanzen verzichten. Vielen Menschen ist nicht bewusst wo überall Mineralöle, Sulfate etc. drin sind und welche Massen Sie davon im Körper einlagern. Auch für die Umwelt sind unsere Pflegegewohnheiten eine große Belastung, da alle Inhaltstoffe natürlich auch im Abwasser zu finden sind. Es ist also höchste Zeit, ein mal genau hin zu gucken!

Für die restliche Körperpflege gilt Winter wie Sommer: Weniger ist mehr. Ein wöchentliches Bad mit 2-3 Esslöffeln hautidentischem Öl ohne Heilpflanzen- oder Aromazusätze (am besten Squalanöl) genügt vollkommen. Für die Zwischenreinigung reicht die „Katzenwäsche“ mit feuchtem Waschlappen und 3 Tropfen Öl. Damit vermeiden Sie schon durch die Reinigung ein Austrockenen der Haut.
Cremen sollten Sie ohnehin nur bei Bedarf und am besten nach dem Duschen oder Baden auf der feuchten Haut. Optimalerweise mit einer hautidentischen Körpercreme.

Kommt es doch zu trockenen Stellen, dürfen Sie kurzfristig mit reichhaltigeren, hautidentischen Cremes (wie z.B. der Argancreme von Rosel Heim) gezielt die trockenen Stellen eincremen. Hochreines Arganöl hilft der Haut länger Feuchtigkeit zu speichern und fördert die Durchblutung, weshalb trockene Stellen schneller abheilen – aber bitte immer mit Wasser verdünnen, da es sonst wieder austrocknend wirkt.
Und falls Sie stillen: Muttermilch wirkt auch hier Wunder!