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Mythos milde Babypflege

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Babyhaut

Mythos milde Babypflege

So langsam kommen immer mehr Eltern dahinter, dass Babypflegeprodukte pauschal für Babys Haut nicht optimal ist. Die meisten Babypflegeprodukte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass diese billig produziert werden. Nicht dadurch, dass sie speziell für die Bedürfnisse von Babyhaut entwickelt wurden oder gar besonders Giftstoffarm sind – wie ich zuerst dachte.
Fakt ist: Babyhaut ist im Aufbau und dünner als bei Erwachsenen. Besonders die Hornschicht. Die Zellen hier sind wasserhaltiger und nicht so dicht gepackt. Das bedeutet, die Barrierefunktion ist noch nicht ausgereift. Krankheitserreger, Gift- und Körperfremde Stoffe können leichter eindringen. Dass Talg- und Schweißdrüsen noch nicht vollständig entwickelt sind, der schützende Fettfilm fehlt und der natürliche Säureschutzmantel noch nicht stabil ist, trägt zusätzlich zur Empfindlichkeit bei. Mit jedem Wasser- oder gar Seifenkontakt lässt der natürliche Hautschutz nach. Es dauert etwas Zeit, bis sich die Babyhaut davon erholt. Besser ist es, weniger und nur mit warmem Wasser zu waschen. Maximal noch ein spritzer Squalanöl oder mit „gut“ getestetes Olivenöl ins Wasser. Daher ist es auch empfehlenswert Feuchttücher nur im Ausnahmefall zu benutzen – die Konservierungsmittel greifen die Hautbarriere zusätzlich an und können für wunden Po & Co. sorgen.

Die Haut von Babys und Kindern lernt bis zum 12. Lebensjahr wie Immunsystem und Barrierefunktion überhaupt richtig funktioniert. So lange sollten Sie nur im Ausnahmefall zu Cremes oder gar schäumenden Substanzen greifen – auch wenn der tolle Badewannenzusatz mit ansprechendem Verpackungsdesign und Erdbeerduft so gut riecht. Übrigens nimmt Babyhaut schneller Feuchtigkeit auf als Erwachsenenhaut. Durch den unausgereiften Lipidfilm wird diese aber schnell wieder abgegeben. Durch den schnellen Feuchtigkeitsverlust beziehungsweise trockene Hautzustände neigt die Haut von Säuglingen zu Irritationen. Insgesamt leiden ca. 2/3 aller Babys unter trockener Haut. Wichtig ist, die Säuglingshaut sorgfältig zu beobachten, um auftretende Rötungen zu erkennen und zu behandeln – am besten mit Muttermilch oder Zinksalbe. Besonders die Hautfalten im Windelbereich, unter den Achseln und am Hals sollten regelmäßig Kontrolliert werden. Diese besonders empfindlichen Stellen am besten täglich gründlich aber sanft trocknen und nur mit Wasser, Muttermilch und einem Baumwolltuch reinigen. Das beugt Entzündungen vor. Für Waschen und Eincremen gilt allgemein: nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich! Und am allerbesten hautidentisch und nichts „von der Stange“. Damit Ihr Baby sich wohlfühlt in seiner Haut.

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