HIFU – Anti-Aging Methoden unter der Lupe

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Abkürzung für High Intensity Focused Ultrasound, also „gebündelter Hochintensitäts-Ultraschall“

Ob Lachfalten oder Flecken – im Gesicht spiegelt sich unser Lebensalter wider. Obwohl Hautalterung ein natürlicher Prozess ist, tun wir alles Mögliche, um sie aufzuhalten. Denn das gesellschaftliche Schönheitsideal ist jung aussehende Haut.

Vom Wahn der ewigen Jugend profitiert eine riesige Industrie. Neben Cremes, Seren und Schälungen versprechen auch Apparative Behandlungen (Behandlungen mit Geräten), Falten zu verringern und die Haut straffer erscheinen zu lassen.

Wissenschaftlich unbewiesen

Eine dieser Methoden nennt sich HIFU, die Abkürzung für High Intensity Focused Ultrasound, also „gebündelter Hochintensitäts-Ultraschall“. Dabei erzeugen besonders kräftige Ultraschall-Wellen Hitze unter der Haut. Das soll den Anbietern dieser Methode zufolge, erschlafftes Gewebe straffen und Falten glätten. Diese Behauptung ist bislang unbewiesen, da ein wissenschaftlicher Nachweis für diese Wirkung fehlt. Dazu wären Studien nötig, in denen die Wirkung einer HIFU-Behandlung mit einer unwirksamen Scheinbehandlung verglichen wird. Es sind Studien mit sehr geringer Aussagekraft vorhanden, die unterschiedliche HIFU-Behandlungsstärken miteinander verglichen haben.

Was vorstellbar ist folgendes: Über die Koagulation (Verkochen) der Eiweiße findet in der Haut eine Verletzung statt. Bei der Reparatur dieser Verletzung wird das Hautareal stärker durchblutet, mit Lymphflüssigkeit durchflutet und wirkt dadurch nach der Behandlung praller. Ungefähr so, als wenn man das Gesicht in Kochendes Wasser hält – die Haut wird praller, rosiger und hat erstmal weniger Falten – allerdings nicht ohne Nebenwirkung!

Auch Studien zeigten, dass Nebenwirkungen bei HIFU eventuell zu erwarten sind: Demnach berichten fast alle Studienteilnehmenden von Schmerzen, die während der Behandlungen bis zu über einer Woche danach auftraten. In einer Studie bekamen die Teilnehmenden daher vorsorglich Schmerzmittel zum Schlucken oder betäubende Cremes. Auch Rötungen und Schwellungen traten in Folge auf. Behauptungen, wonach eine HIFU-Behandlung schmerzfrei sei, können diese Studien also nicht bestätigen.

Medical Grade Ultra HIFU High Itensity Focused Ultrasound Face Lifting Wrinkle Removal Device
Moslemi-parniangostar, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Wie wirkt HIFU?

HIFU-Geräte erzeugen Ultraschall-Wellen, bündeln diese im Fettgewebe unter der Haut und erzeugen dadurch Hitze. Ähnlich wie bei einer Lupe, die das Sonnenlicht bündelt.

Während gebündeltes Sonnenlicht jedoch nur Oberflächen erhitzt, kann der Brennpunkt von Ultraschallwellen auch tiefer im Gewebe liegen. Die Hitzebehandlung soll Kollagenfasern unter der Haut zum Wachstum anregen und so die Haut straffen. Die Hautoberfläche wird dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es zur Verkochung kommt, die dann über unser Immunorgan Haut abgebaut wird.

Dass gebündelter Ultraschall Hitze erzeugt, soll manchen Anbietern zufolge auch dazu geeignet sein, Fettgewebe „wegzuschmelzen“ und so ungewollte Fettpölsterchen zu beseitigen – was ebenfalls für die „Faltenreduktion durch Schwallung aufgrund von Verkochung“ spricht.

Neben HIFU werden auch andere Techniken zur Hautverjüngung beworben und eingesetzt: etwa Laser, verschiedene andere Arten von Licht oder Mikrowellen. Alle diese Methoden zielen darauf ab, Gewebe unterhalb der Haut zu erhitzen.

Für die Krebsbehandlung sinnvoll – aber nicht aus Eitelkeit

Während in der Medizin die HIFU-Methode zur Behandlung mancher Krebsarten üblich und sinnvoll ist, um eine Operation zu vermeiden – beispielsweise an der Prostata oder an der Gebärmutter – sollte man sich diese Behandlungen im Gesicht sehr genau überlegen. Abzuwägen gilt, ob 5 – 10 Jahre mit etwas weniger Falten es wert sind, in den darauffolgenden Jahren dann zerknautscht und dünnhäutig zu sein. Denn den Preis für „verschwendete“ Zellreserven bezahlt man immer zum Ende des Lebens. Genau dann, wenn man diese Zellreserven am nötigsten hätte.

Diagram showing liver lesioning using a HIFU transducer 2 - HIFU – Anti-Aging Methoden unter der Lupe
An investigation into the use of cavitation for the optimisation of high intensity focused ultrasound (HIFU) treatments
Author: James Ross McLaughlan

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